Ballast. Abwerfen

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Wir tragen alle unser Päkchen mit uns herum. Gefühlt ist es eher meist ein riesiges Paket. Daher sollten wir ab und zu diesen Wust aus unnützen Dingen  ausmisten. Doch was ist wirklich unnütz und was sollten wir stattdessen einpacken um erleichtert weiter gehen zu können?

Zuviel Ballast mit sich herum zu tragen äußert sich das ganz ähnlich, wie wenn die Wohnung unaufgeräumt ist.

Man kommt einfach nicht so gut durch. Alles ist durcheinander. Man kommt nicht gerne nach Hause und fühlt sich unwohl. Genauso wichtig, wie in der Wohnung Ordnung zu haben, ist es im Innern, seelisch Ordnung zu schaffen. 

Was ist mir wichtig? Was ist überflüssig? Was steht mir im Weg? 

Hier einige Dinge, die mir im Weg stehen. Vielleicht findest Du Dich in dem ein oder anderen Gedanken wieder und möchtest auch diese Hindernisse wegschaffen.

Zuviele Gedanken um die Zukunft

Wir können sie weniger beeinflussen, als wir es uns manchmal wünschen – die Zukunft. Für die Ziele, die wir haben, zu arbeiten und in diesem Prozess zu lernen geschieht im Hier und Jetzt. Der Prozess des Lernens, der Weg zu unserem Ziel, ist wichtiger als das Ziel selbst. Denn was machen wir wenn wir das Ziel erreicht haben? Wenn wir den Wettbewerb gewonnen haben?

An einem einfachen Beispiel betrachtet. Ich wollte unbedingt einen Halbmarathon laufen. Das war mein Ziel und dafür habe ich fast täglich trainiert. Für mich war diese Ziel eine große Herausforderung. Der eigentliche Lauf war so unglaublich anstrengend und ich war sehr glücklich, als ich das Ziel erreichte. Aber rückblickend betrachtet, bin ich nicht auf diesen Lauf stolz, sondern auf die Leistung, die ich während des Trainings erbracht habe. Das ich dran geblieben bin. Das ich, egal welches Wetter war, draußen war. Diese Läufe haben mir viel mehr gebracht, als der eigentliche Wettbewerb.

Dran bleiben, jeden Tag einzeln betrachtet als sinnvoll und als Bereicherung zu sehen. Sich voll und ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. Das ist wichtig. Die Zukunft wird dadurch nur noch schöner.

Vergleiche mit anderen

Dank Facebook, Instagram und Co. kann man sich rund um die Uhr vergleichen. Dabei sollte man jedoch gerecht sein und auch die ganzen Filter entfernen. Vergleiche, sei es körperlich, sportlich, beruflich usw. sind völlig sinnlos. Viele von uns haben leider auch noch den Hang dazu sich mit Personen zu vergleichen, die in unseren Augen natürlich schöner und toller und interessanter sind als wir. Natürlich hat man bei solchen Vergleichen schlechte Karten und die schlechte Laune wird direkt mitgeliefert. Vergleiche führen oft zu Neid und Unzufriedenheit. Man bekommt das Gefühl, immer einer Person hinterher zu rennen, die man niemals sein wird – nicht sein kann. 

Stattdessen kann man jedoch richtig echte Personen in seinem Umfeld finden, die Vorbilder sind. Die uns inspirieren und das Beste in uns wecken. Ganz ohne Vergleich, sondern mit richtigen Glücksgefühlen, wenn wir erkennen, wie toll wir eigentlich sind und was wir schaffen können. Hast du auch ein Vorbild?

Vergangenen  Fehlern hinterherlaufen

Fakt: was passiert ist lässt sich nicht rückgängig machen. Du kannst es nicht wegradieren. Aber du kannst Fehler bereuen. Wenn wir Fehler machen, lernen wir was uns nicht gut tut, was uns nicht gefällt und wie wir uns nicht verhalten wollen. Darüber immer wieder zu grübeln, in der Vergangenheit zu leben, ist Zeitverschwendung. Konzentriere dich auf die Dinge die du im Moment tust und was du gut machst. Fehler wirst du trotzdem machen. Aber nur um zu lernen.

Trends hinterherlaufen

Was möchtest du wirklich? Was macht dir Spaß? Und womit fühlst du dich wohl?  Einem Trend zu folgen, nur weil er eben gerade hip ist oder unseren Freunden gerade gefällt, macht dich nicht glücklich. Mache nur die Dinge, die dir wirklich gefallen und die dir Spaß machen. Du musst nicht vegan werden, auf Techno-Partys gehen, eine bestimmte Schuhmarke tragen oder Schach spielen, wenn du darauf einfach keinen Bock hast. Wenn du damit nichts anfangen kannst, dann lass es. Deine Zeit ist viel zu kostbar dafür. Mach was dir Spaß macht. Und schäme dich nicht dafür.

Ständig erreichbar sein

Wenn du der Typ Mensch bist, dem es nichts ausmacht, wenn der Chef Sonntag Mittags anruft oder EMails schickt, in der Erwartung, dass du Montags frühs schon voll informiert bist, dann nix wie ran. Ich denke, die meisten Menschen haben darauf eigentlich keine Lust. Also warum sollten wir ständig erreichbar sein? Früher ging es auch ohne, dass das Handy immer mit dabei war.

Fotografier mal wieder mit einer richtigen Kamera. Mach deinen Sport ohne Handy. Kauf dir nen Wecker. Nabel dich ab. Und sei mal nur für dich da.

Dinge tun, zu denen man keine Lust hat

Manchmal hat man einfach keine Bock. Beispielsweise zu kochen. Dann lass es. Auf Sport. Dann lass es. Auf das Treffen mit deiner besten Freundin. Dann lass es. Gesteh dir auch mal ein, einfach die Dinge zu tun, auf die du Lust hast. Klar, ab und zu muss man Kompromisse eingehen. Und den Sport sollte man nicht jedes Mal ausfallen lassen. Oder immer wieder Freunde versetzen. Aber wenn du das Gefühl hast, dass es dir jetzt eher gut tun würde in die Badewanne zu liegen oder ein gutes Buch zu lesen, dann mach das.  Das Leben ist einfach zu kurz um ständig Dinge zu tun, auf die man eigentlich so überhaupt keine Lust hat.

Gefühle verstecken oder vortäuschen

Sei ehrlich zu dir selbst sowie zu anderen. Täusche nichts vor, was du nicht wirklich so meinst. Sei einfach du selbst. Klar möchten wir alle von unserem Gegenüber gemocht werden, aber doch bitte so, wie wir wirklich sind. Sich ständig zu verbiegen, zu verstellen, heisst doch auch sich selbst nicht so zu akzeptieren wie man ist. Das bedeutet nicht, Höflichkeit und Respekt links liegen zu lassen. Aber eben zu akzeptieren, dass man nicht jeden Menschen toll finden kann. Du musst nicht jeden mögen. Nicht jeder mag dich. Und das ist völlig in Ordnung so.

Angst vor Veränderungen

Oft stecken wir in unserem kleinen Hamsterrad fest. Das denken wir zumindest. Wenn du unglücklich mit deiner jetzigen Situation bist, ist das wohl der größte Ballast, den man sich vorstellen kann. Dann wirf in ab! Ändere etwas und sei mutig dein Leben so zu leben, wie du es möchtest. Es gibt kein aber, dass du dir nicht selbst in deine Sätze einbaust.

Pack Dein Päckchen neu.

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