Der Whiskey unter den Schaumweinen

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Ich bin schon ganz gespannt, was mich bei dem Schaumwein vom Kirschweingut Frederiksdal erwartet. Nach der „Méthode Charmant“ hergestellt. Kirsche mit Birne vereint. Auf der Streuobstwiese klappt das schon ganz gut, aber zusammen in einer Flasche? Wir werden sehn.

Schaumwein mal anders

Im Glas ein kurzes Aufschäumen mit anschließend munterem Prickeln. Die Perlage ist nur an den Außenseiten des Glases erkennbar, denn die Farbe lässt nicht weit blicken. Dunkelrot, fast schwarz ist dieser Schaumwein. Selten sowas gesehn…

Der erste Geruch nach Sauerkirsch, Marzipan und holzigen Noten. Ich merke, ich darf nicht an „normalen“ Sekt denken. Hier scheint etwas anderes im Gange zu sein. Ich schwenke nochmals das Glas und konzentriere mich. Neben dem Sauerkirschduft gesellen sich ganz andere Kandidaten. Kaffee, Lakritz, Bitterschokolade sowie ein rauchig, torfiges Aroma. Erdig.

Da werde ich schon ganz neugierig auf den Geschmack.

Hier habe ich die Sauerkirsche mit eisiger Note. Herb, trocken und tanninbetont die andere Seite des Geschmacks. Die rauchigen Facetten und das dunkle, erdige was ich schon im Aroma hatte, zeichnet sich auch am Gaumen ab. Ist das ein Rotwein, ein Schaumwein oder was habe ich hier?

Ganz klar, es ist etwas komplett anderes. Hier haben wir es wieder. Offenheit gehört mit zu jeder Verkostung. Man muss sich darauf einlassen. Im Laufe des zweiten Glases habe ich gemerkt, dass die normale Trink-Temperatur von 7-8°C bei diesem Schaumwein nicht ganz optimal ist. Ich würde ihn bei 10-12°C servieren. Und dann dazu einen gereiften Brie de Meaux oder Camembert de Normandie vernaschen. Die ein oder andere süße Beilage dazu, wie ein Früchtebrot. Oder es gibt einen dünn aufgeschnittenen Meraner Speck dazu. Hauptsache, es ist geeignet um mit diesem kräftig, außergewöhnlichen Schaumwein mitzuhalten.

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